Befund: Gewalt

Diese Online-Hilfe für das Erkennen und die gerichtsverwertbare Dokumentation von (körperlichen) Folgen von Gewalt richtet sich an Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte und andere Gesundheitsfachberufe. Sie bietet schnellen Zugang zu relevanten Informationen, aber auch die Möglichkeit, sich Detailwissen anzueignen. Ein Teil der Seiten ist Fachkräften aus dem Gesundheitswesen vorbehalten und deshalb nur über eine (kostenfreie) Anmeldung bei DocCheck nutzbar.

Befund Gewalt
Die gerichtsverwertbare Dokumentation körperlicher Folgen von Gewalt kann Betroffenen weiterhelfen. Sie kann gerichtliche Verfahren und Entscheidungen über Entschädigungsleistungen erleichtern.

Leitlinien der WHO zur Versorgung bei Partnergewalt

Im November 2014 hat die Weltgesundheitsorganisation das Handbuch "Gesundheitliche Versorgung von Frauen, die Gewalt in der Paarbeziehung oder sexuelle Gewalt erfahren" veröffentlicht. S.I.G.N.A.L. e.V. erhielt die Berechtigung für die Übersetzung und den Druck einer deutschen Fassung des Handbuchs. Finanziert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Gesundheit.

Das Handbuch erklärt in einfachen Schritten wie Frauen nach sexueller oder Partnergewalt versorgt werden können und wie die weitere Versorgung gestaltet werden kann. Ergänzt wird es durch  praxisnahe Arbeitshilfen wie Ablaufdiagramme, Checklisten und Formulierungsvorschläge.

Das englische Original, sowie Infografiken und ein Experteninterview findet sich auf den Seiten von S.I.G.N.A.L. e.V.

Vordrucke für die gerichtsverwertbare Dokumentation

In vielen Bundesländern wurden Formulare für die gerichtsverwertbare Dokumentation von Befunden nach körperlicher oder sexualisierter Gewalt entwickelt, die z.B. über die Homepage der jeweiligen Ärztekammer, des jeweiligen Landes-Ministeriums oder bei Institutionen aus dem Hilfebereich (z.B. Frauennotruf) abgerufen werden können. Sie unterscheiden sich in Details. Sie sind nicht daran gebunden, die Vordrucke Ihres Bundeslandes zu benutzen.

Für den Schnellzugriff bieten wir Ihnen hier die Vordrucke aus Hessen an. Sie wurden multidisziplinär erarbeitet und in der Praxis erprobt. Teils wurden sie vorab wissenschaftlich validiert, teils nach der Praxiseinführung evaluiert.

Bei multiplen Verletzungen unterschiedlichen Alters und besonders bei Gewaltanwendung gegen den Hals ist ein rechtsmedizinisches Konsil anzuraten. Alle Institute der Rechtsmedizin bieten dies an.

In Niedersachsen (Forensikon) und Bayern (remed) stehen für Ärztinnen und Ärzte des jeweiligen Bundeslandes gesicherte Online-Portale der Rechtsmedizin zur Verfügung, über die unklare Befunde mit einem Verdacht auf Kindesmisshandlung abgeklärt werden können.

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